Do what you love and love what you do!

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Foto: Stefanie Schikotanz

Kenzie ist ein unabhäniger und recht selbständiger Welpe. Sie mag Menschen, war es aber nicht gewohnt, mit ihnen zu interagieren.

Die erste Woche haben wir damit verbracht, ihr die Möglichkeit zu geben, sich bei uns einzugewöhnen. Zeit ist ein elementarer Faktor bei Welpen. Sie brauchen Zeit! Zeit um Neues aufzunehmen, Zeit um neue Dinge zu verarbeiten. Alltag war angesagt! Brianna, Seven, Profi und Julie waren von Anfang kein Problem. Tweed wollte sie nicht in seiner Nähe wissen. Er ist ihr aus dem Weg gegangen und fühlte sich genervt. Mittlerweile hat sich das gelegt und sie darf neben ihm schlafen.

Für einen Welpen von einer Farm hat sie sich erstaunlich schnell eingewöhnt. Weder das Anlegen von Leine, Halsband und Geschirr waren ein Problem, noch das Autofahren. In der Box Zuhause gab es kurze Proteste, aber das ist Vergangenheit.

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Foto: Stefanie Schikotanz

Sie hat sich viel von den anderen Hunden abgeschaut bzw. haben diese einen guten Einfluss auf sie. Meine Hunde sind im Alltag sehr sicher. Sie jagen nicht, weder Wild noch Vögel und schon gar keine Autos. Es ist kein Problem, sie an anderen Hunden vorbeizuführen. Das war für Kenzie natürlich ein riesiger Vorteil. Meiner Meinung nach brauchen Border Collies souveräne erwachsene Hunde, an denen sie sich orientieren können. Selbstverständlich sind wir auch mal alleine unterwegs. Allerdings hatte ich noch nie Probleme damit, dass andere Hunde etc. wichtiger waren als ich. Momentan orientiert sich Kenzie sehr an Julie. Julie liebt rennen! Das triggert die Kleine :-/ Julie musste nun lernen, auf den Namen Kenzie ebenfalls zu kommen. Als Hütehunde macht sie, was Hütehunde machen. Gibt es viel Gerenne bei den Hunden schaltet sich schon mal ihre Software um und sie steht oder liegt und stalked die Hunde. Abrufen wird da schwierig, aber wir üben fleißig.

Meine Trainingsweise ist kein „too much, too soon“.
Ich bin der Meinung, dass „attitude & engagement“ die wichtigsten Säulen im Hundesport sind. Wer es schafft, bei seinem Hund die Leidenschaft für gemeinsames Tun zu wecken (ich meine damit nicht, die Hunde so hochzudrehen, dass sie eigentlich gar nichts mehr mitbekommen), der hat alle Karten in der Hand. Der bekommt einfach alles als Geschenk dazu – es gibt dann keine Limits mehr.

Mir geht es nicht darum, dass mein Welpe wie ein Bekloppter durch die Gegend brettert. Ich arbeite daraufhin, dass meine Hunde verstehen, was ich von ihnen möchte. Weil ich der Meinung bin, dass sich mit Verständnis sowohl Tempo als auch Fokus von alleine entwickeln. Ich halte überhaupt nichts davon, Welpen zu pushen. Jeder Welpe hat seine Lerngeschwindigkeit, ich versuche mich hier anzupassen. Lieber fördern, als fordern. Und ehrlich gesagt, ich bekomme Brechreiz, wenn ich mir Welpentrainingsvideos vom Obedience ansehe.

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Mittags im Park – Kenzie klettert gerne.

Was trainieren wir denn so?
Wir spielen viel!
Unser Spiel ist nicht ausschließlich zweckgebunden. Ganz im Gegenteil, wir spielen und tun, was uns Spaß macht. Ich möchte einen freien, offenen Geist bei meinem Hund. Spiel ist mir außerdem wichtig für die Bindung.

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Kenzie und Jane Moran. Ein wichtiges Detail – keine Angst mit anderen Menschen zu spielen. Und nein, ich mache mir keine Sorgen, dass der Fokus zu mir verloren geht.

Engagement
Kenzie lernt, dass es sich lohnt, sich für bestimmte Dinge anzustrengen. So steht Impulskontrolle derzeit ganz unten auf der Liste. Sie soll sich vorerst nicht zu viel kontrollieren, wenn sie etwas haben möchte. Ich möchte, dass sie sich begeistert, engagiert und nicht für Zurückhaltung belohnt wird. Alles geschieht spielerisch und ich versuche schon, alles in einem vernünftigen Rahmen zu halten.

Handtouch
Ein guter Handtouch ist mir wichtiger, als alles andere. Deshalb haben wir begonnen, daran zu arbeiten.

Puppytraining
Alle Übungen, die ich im Puppytraining mit meinen Schülern mache, bringe ich derzeit Kenzie bei. Wir mixen viel um keine Langeweile aufkommen zu lassen und halten die Trainings kurz. Kenzie hat keine Probleme von Futter auf Spielzeug zu wechseln. Sie bewegt sich behände, eher wie eine kleine Katze.

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Seminar mit Jane Moran. Foto: Franziska Huber-Grohmann

Fußarbeit
Mit ein paar Basics haben wir schon angefangen, aber wie bereits erwähnt, ein guter Handtouch ist vorerst wichtiger.

 

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