Brianna’s Welt 17. bis 28. September

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Es gibt Tage, da schlägt sich der Sommer wacker, möchte nicht klein beigeben. Bringt Temperaturen, die es locker über die 20 Grad schaffen. Dennoch, der Herbst hat seinen Fuß bereits in der Türe. Bei Vollmond die ersten frostkalten Nächte. Die morgendliche Kälte nötigt mich zu Mütze und einer Mindestanzahl von zwei Pullovern, ein Schal ist obligatorisch. Während die Hunde schnüffelnd ihrer Wege gehen und über ihnen die kalte Atemluft aufsteigt, bekomme ich unterdessen sensationelle Sonnenaufgänge zu sehen. Abends schaffen wir die große Hunderunde im Hellen und die Hunde genießen die letzten Sonnenstrahlen.

Mittlerweile merkt man, wie schlecht das Augenlicht von Brianna geworden ist, gerade dann, wenn sie etwas gegen das Licht laufen muss. Da tut sie sich schwer, meinen Standort auszumachen. Das Gehör lässt auch merklich nach. So bleibt es nicht aus, ganz besonders auf sie zu achten, aufzupassen, dass sie nirgends falsch abbiegt oder wir nicht ohne sie die Richtung ändern. Manchmal bleibt sie schnuppernd irgendwo stehen, nur um dann leicht orientierungslos in die falsche Richtung zu laufen, in der Annahme, wir wären nicht mehr da.

Mir scheint, sie ist ein glücklicher alter Hund. Zufrieden. Sie schläft viel, bin ich zu Hause, dann ist sie da, wo ich bin (was hin und wieder zu Fast-Stürzen geführt hätte.) Sie liebt ihr Essen, sie liebt es, Stöckchen zu tragen, sie liebt es auch in ihrem Alter noch immer, wenn ich mit ihr spiele. Und sie möchte auf keinen Fall zu Hause bleiben und irgendetwas verpassen. Manchmal habe ich ein schlechtes Gewissen, würde sie lieber zu Hause lassen, aber sie ist einfach nur glücklich, wenn sie mit darf. Sie besteht darauf, selbst ins Auto zu springen, was sie locker schafft. Ebenso schafft sie es auf die Couch oder ins Bett.

Denken Hunde eigentlich darüber nach, wie sie früher waren?

Ich denke darüber nach. Über unsere Abenteuer, über unsere gemeinsamen Jahre, unser gemeinsames Leben – wie sie zum Beispiel als Welpe war, als Junghund, als Mutter. Ihre Begeisterung und ihr inneres Feuer sind auch nach all den Jahren nicht erloschen. Genausowenig gehe ich an ihr vorbei, ohne nicht einmal über ihr seidiges Fell zu streicheln oder sie kurz anzusprechen.

Und ja, meine Hunde sind vielleicht ein bißchen frech und sie sind verwöhnt.

Ich liebe sie dafür und genau aus diesen Gründen sind es die besten Hunde der Welt!

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