Wünsch Dir was …

Sternschnuppe

Foto: Pixabay

Lauschige 24 Grad, seit zwei Stunden ist es dunkel. Um uns herum die Geräusche der Nacht …

… und der Fernseher meiner neuen Nachbarn. Die gucken „300“ mit Gerard Butler. Ich vestehe jedes Wort. Außerdem werde ich demnächst mit der Steinschleuder üben und ihnen das Licht auf dem Balkon auspusten, das sie zwar ausmachen, wenn sie im Freien sitzen!?!, aber anmachen, wenn sie sich drinnen aufhalten ?!? Vielleicht leihe ich mir einen Strahler von der Feuerwehr und leuchte ihnen damit zwei Nächte lang vor die Balkontüren. (Yep, das sind die, die dafür verantwortlich sind, dass ich drei Wochen lang ohne WLAN auskommen musste. Die mit den Chihuahuas der Mutter, die ganz entrüstet war, dass sie ihre Hunde nicht in meinem Garten laufen lassen durfte).

In dem Ort, in dem ich wohne, möchte man eigentlich nicht tot über dem Zaun hängen. Vor Jahren hatte die BILD getitelt „Reisen, das vergessene Dorf“. Ist so, echt!

Naja, ich habe eh Mitleid mit diesen komischen Mietern. Der Neubau ist ein häßlicher und eintöniger Allerweltsbau, 0815-Haus, drumherum eine riesige Fläche, vollgepflastert, für die vielen Autos dieser LEUTE. Und der Minigarten der EG-Partei wurde – neumodisch trist – mit grauen Kieselsteinen! versehen (wenigsten müssen sie keinen Rasen mähen, was sie definitiv mit der Nagelschere schaffen würden, so winzig ist der). Doch halt, in einer Ecke befindet sich eine Pflanze, eine einzige und die hat eine komische Form. So dreigeteilt – oben was, in der Mitte was und unten was, dazwischen ein dünner Stamm. Ein Einfall der kreativen Eigentümerin. Die anderen Mieter habens auch nicht besser. Ein kleiner Balkon, immerhin mit Licht, damit sie in meinen Garten spucken äh schauen können. Habe ich schon erzählt, dass die Eigentümer Landwirte sind? Dann bauen die so ein Haus und pflastern drumherum alles zu … (aber eigentlich sagt das alles).

Irgendwann an diesem Abend kehrt Ruhe ein.

Um meinen Liegestuhl herum haben sich Profi und Seven niedergelassen, Daily hat sich auf meinen Schoß gekuschelt, Tweed hält auf der Treppe Wache, nur für den Fall, dass sich DIE Katze in den Garten verirrt. Julie gesellt sich ebenfalls zu uns. Brianna liegt an der Eingangstür, sie träumt. Wovon träumen Hunde eigentlich?

So sitze ich nun da, in meinem Liegestuhl, inmitten meiner grünen (leicht verwilderten) Oase und schaue in den Sternenhimmel. Die Kirchturmuhr schlägt mehrmals ihre Viertel.

Wie schnell doch selbst beim Schauen die Zeit vergeht …

Wir sehen an diesem Abend viele Sternschnuppen. Zwei davon ziemlich groß. Es sind die Perseiden – die Tränen des Laurentius. (Die Perseiden bestehen aus den Auflösungsprodukten des Kometen 109P/Swift-Tuttle. Die Erde kreuzt auf ihrer Bahn immer um den 12. August die Staubspur, die dieser Komet im All hinterlassen hat. Quelle: Wikipedia).

Dieser nachtschwarze Himmel, mit diesen vielen kleinen Lichtern, hat etwas sehr Beruhigendes, fast so, als würde man auf die Weite des Meeres hinaussehen oder auf dem Gipfel eines Berges stehen. Ich wüßte wirklich  gerne, wie sie heißen, all diese Sterne und Sternenbilder, und wo am Himmel sie zu finden sind.

Habe ich mir bei jeder Sternschnuppe etwas gewünscht? Selbstverständlich!
Aber das bleibt mein Geheimnis.

 

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