Paarungszeit

Wer mit sechs Hunden unterwegs ist, lernt die Körpersprache seiner Mitmenschen einzuschätzen. Da gibt es diejenigen, die unbedingt einen der Schwarz-weißen streicheln wollen oder die, die beim Anblick von sechs Hunden mit den Augen rollen und überhaupt kein Verständnis haben – gar einen für asoziales Pack halten. Beiden Seiten versuche ich konsequent auszuweichen bzw. lege die Hunde an der Seite ab und kommuniziere damit schon, dass wir nicht auf Kontakt aus sind.

Klappt leider nicht immer.

Osterspaziergang an der Isar (blöde Idee). Auf dem Rückweg nehmen wir denn Damm. Es graupelt etwas und in etwa 200 Metern Entfernung wandern uns blütenweiße Turnschuhe entgegen. Darin steckt – Achtung Klischee (aber wahr) – ein kleiner, älterer,  sonnengebräunter Mann (Typ Mallorca-Rentner) in Jeans, trendiger Steppjacke und den schönen weißen Turnschuhen. Unterkiefer leicht vorgeschoben, das Bäuchlein auch …

Ich ziehe es vor, mit den Hunden auf den unteren Weg zu wechseln, schon aus Sorge, Tweed könnte auf einen dieser weißen Schuhe treten. Diese Sorte Spaziergänger kenne ich. Und so wechseln wir nach unten, auf den Trampelpfad, um besagtem Männlein Platz zu machen.

Natürlich kann er sich eines Kommentares nicht enthalten.

Er: „Noch nichts von Paarungszeit gehört?“

Ich: „Vielen Dank, aber kein Bedarf“.

Bei meiner Antwort zuckt er sichtlich zusammen und ohne weiteren Kommentar zieht er  von dannen.

(Natürlich war mir klar, dass er damit gemeint hat, meine Hunde nicht unangeleint herumlaufen zu lassen ;-), aber so ein Depp verdient einfach eine blöde Antwort!)

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