Nannerl rennt

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Wer schnell läuft braucht Abkühlung …

Resturlaub!!!!
Wir haben Osterferien 🙂

Brianna hat dafür gesorgt, dass ich denselbigen auch wirklich zu schätzen weiß. Abgesehen davon werde ich die freien Tage zur Erholung brauchen und vergessen werde ich den Tag ebenfalls nicht mehr. Meine Kehle brennt immer noch, meine Knie zittern und morgen bin ich bestimmt heiser.

Eigentlich war es ein wirklich schöner Spaziergang. Wir waren in Marzling an der Isar, bereits auf dem Rückweg, am Damm entlang. Den Jogger habe ich leider überhört, erst im allerletzten Moment, als er zum Überholen ansetzte, habe ich ihn bemerkt. Im Grunde gar kein Problem. Ein netter Typ, der keinen Streß mit den Hunden hatte. Flottes Tempo – sehr flott!

Und das Unglück nimmt seinen Lauf. Brianna, etwa 10 Meter vor mir, wirkt leicht irritiert, nimmt ihre Pfötchen in die Hand, in der irrigen Annahme, ich wäre das und wir würden laufen gehen. Was sie aber irgendwie vergessen zu haben scheint, ist die Tatsache, dass ich wegen ihr und Seven nur noch sporadisch laufen gehe und die beiden dabei nicht mehr mitkommen.

So folgt meine abtrünnige kleine Rentnerin dem Jogger …

Und ja, sie ist 15 Jahre alt, sieht nicht mehr so gut und mit dem Gehör hapert es ebenfalls. Meine Schreie verhallen ungehört in den weitläufigen Isarauen. Ganz nebenbei bemerkt, niemand joggt mehr ohne Kopfhörer, wenn er alleine läuft.

Ich schreie und rufe, nehme meine Beine in die Hand und renne los. In warmen Sachen, mit Wanderstiefeln an den Beinen – keine Chance. Den Typen holen wir nicht ein. Brianna immer flott an seiner Seite.

Die Entfernung zu meinem Hund wird immer größer und beide drohen am Horizont zu entschwinden. Brianna ist ganz offensichtlich nicht aufgefallen, dass ich bei unseren Laufrunden niemals so ein Tempo vorgelegt habe. Doch sie hält locker mit und läuft, immer lässig an seiner Seite. Das geht vielleicht zwei Kilometer so. Irgendwann kommt dem Jogger wohl der Gedanke, dass da was nicht stimmt und er wartet.

Ehrlich, ich bin am Ende.

Als er sich umdreht gestikuliere ich wild. Brianna steht brav neben ihm und wartet. Erschöpft treffe ich bei beiden ein, am Ende meiner Kräfte, hochroter Kopf, nach Atem japsend und die Knie zittern. Der höfliche Mensch, der er wohl zu sein scheint, sagt mir dann, dass es ihm nichts ausmacht, wenn ihn ein lieber Hund begleitet, aber er wollte nicht, dass sie mich nicht mehr findet, wenn er jetzt abbiegt – fand ich voll nett – echt!

Als der Jogger außer Sichtweite ist muss ich mich setzen. Ich brauche zehn Minuten, um mich einigermaßen zu erholen. Meine Stimme ist nur noch ein Krächzen. Wie unendlich froh ich bin, mein Mädel wieder bei mir haben ist unbeschreiblich.

Jetzt schläft das kleine Ding neben mir und träumt wohl vom Marathon.

 

 

 

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