„Mein Onkel vom Mars macht die tollsten Sachen …“

„… mein Onkel vom Mars bringt die Leute zum Lachen. Fliegt die Welt in die Luft, wer wars? Mein Onkel, mein Onkel vom Mars. “) Wer kennt die Serie und das Lied dazu noch? Naja, jedenfalls ist mir diese Serie eingefallen, als ich Tweed bei seinen Streichen und beim leben beobachtet habe.

Tweed bringt die Leute ebenfalls zum Lachen, aber am allermeisten mich 🙂

Er ist so ein besonderer kleiner Kerl, witzig und kühn, schelmisch und verschmust, manchmal alles gleichzeitig. Macht er etwas, dann mit vollem Einsatz. Julie liebt ihn, schon deshalb liebe ich ihn auch. Endlich hat die Maus einen Spielgefährten der ihr (bald) ebenbürtig ist. Selbst Daily ist ihm gegenüber deutlich milder gestimmt, als sie es mit allen anderen Welpen war. Tweed liebt sowieso jeden seiner vierbeinigen Familie. Nur vor Brianna hat er gehörigen Respekt, seit sie ihm unmißverständlich klar gemacht hat, welcher Teil des Sofas ihr gehört und sie dort keinesfalls gestört werden möchte. Tweed hat schnell verstanden, dass sie es nicht schätzt, als Absprungrampe für ein galoppierendes Hundekind benutzt zu werden.

Ich beobachte mich selbst dabei, wie sich dieser verrückte Welpling täglich mehr in mein Herz schleicht.

Ja, ein klein wenig verrückt ist dieser Welpe allerdings. Tweed freut sich ein Loch in den Bauch, wenn er die Stimme Sheldon’s (aus Big Bang Theory) im Fernseher hört. Dann steht er wedelnd und sich vor Freude kringelnd davor und weiß nicht wohin, vor lauter Glück. Auch bei Roman Röll vom BR3 steht er wedelnd vor dem Radio und guckt, wo der entsprechende Mensch dazu ist. In der Arbeit begrüßt er sein Spiegelbild im Aufzug stürmisch, würde am liebsten zu allen Kollegen „Hallo“ sagen. Anstatt „Tschüss Susi“, heißt es in den meisten Fällen nur noch „Servus Tweed“. Er kann es kaum erwarten bis wir an unserer Bürotür sind, um endlich jeden so zu begrüßen, als hätte er ihn ein Jahr nicht gesehen.

Tweed liebt Wasser. Wasser zum Trinken, Wasser zum Schwimmen, Wasser um Füße darin zu baden und Wasser, welches man aus Wasserschüsseln kippen oder buddeln kann. Fünf Wasserschüsseln an einem Tag auszuleeren, ist bestimmt rekordverdächtig.

Von Anfang an ist Tweed problemlos im Auto mitgefahren, an der Leine gelaufen, hat durchgeschlafen und hat sich in unseren (turbulenten) Alltag eingefügt. Ganz so, als ob er schon immer dazu gehört hätte. Es fällt ihm leicht, Freunde zu finden. Zu diesem Freundeskreis zählen bereits einige prominente Vertreter – Sisi, Elly, Vinny, Glen, Kalle,  Akira, Frieda, und Greta – und auch solche, die sich ihre Sporen erst noch verdienen müssen – Texas, Jorre und Solas.

Noch nie hat es ein Welpe so schnell geschafft, auf’s Sofa zu kommen. Was er hüpfend und springend nicht schafft, wird eben kletternd erledigt. Überhaupt, Höhen stellen eine stete Herausforderung für ihn dar. Er ist derjenige der am längsten auf einem Baumstamm bleiben möchte und sich auch nicht runterschubsen lassen will. Er balanciert da, wo es sich balancieren lässt. Schafft er es einmal nicht, hinaufzukommen, geht sein fragender Blick zu mir. Erstmal oben fühlt er sich wohl wie der König der Welt.

Ohja, wir trainieren auch. Nebenbei. Lustige Dinge. Alles, was uns Spaß macht, sozusagen. Er apportiert für sein Leben gerne, bringt alles, ohne zu zögern. Freilich steht auch ein bißchen Obedience auf unserer Agenda. Aber alles mit dem richtigen Maß! Denn ich mag sie nicht mehr sehen, diese dressierten, mit sechs Monaten perfekt ausgebildeten, Bei-Fuß laufenden, Beine werfenden Äffchen, die alles haben, außer Persönlichkeit und schon gar keine Ausstrahlung. Die, die man schon in den ersten Monaten einer Obedience-Gehirn-Wäsche unterzogen hat.
Tweeds Persönlichkeit begeistert mich von Anfang an, er erinnert mich so sehr an mein geliebtes Nannerl (und er ist wie sie, manchmal auch etwas beratungsresistent 😉 ). Wir versuchen das mit dem Hundesport vernünftig anzugehen. Basics stehen ganz weit oben auf unserer To-Do-Liste und dazu gehört in erster Linie, dass aus diesem smarten Hundekind ein lebensfroher,  umgänglicher und vor allen Dingen selbstsicherer Erwachsener wird. Ein Hund, bei dem man die Begeisterung für Hundesport fühlen und sehen kann, der aber trotzdem mit seinen vier Beinen im Leben steht,

Tweed ist mitten in Genua geboren, verbringt seine Tage in der Großstadt München, da arbeitet er 😉 Im Hochhaus der Süddeutschen Zeitung. Als alleinerziehende Hundemutter habe ich eine Ausnahmegenehmigung erhalten, den Zwerg mit in die Arbeit zu bringen (schon toll, wenn man Kollegen und Chefs hat, die hinter einem stehen). Seine Mutter ist Daniela Oliva’s wunderbare Tavi – la bella Tavina (Kalaki Ride Gia‘, gezüchtet von Luisa Talarico – Fridaynightkennel). Und sein Papa mein Profi. So vereinen sich italienisches Feuer und deutsche Bodenständigkeit in ihm.

Was soll da denn schief gehen?

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