Suppendoping

Am liebsten genieße ich meine Erfolge im Stillen. Tage, an denen es
einfach gut gelaufen ist, muss ich erst einmal Revue passieren lassen.
Gut möglich, dass es an Domi’s Wundersuppe lag, dass der Profi am
letzten Samstag Novice gewonnen hat. Sicher ist nur, der „Kleine“  hat
sich von seiner allerbesten Seite gezeigt und konnte, mit nur wenigen
Punkten Abzug, seine erste Fahrkarte (man braucht zwei Siege) für den
Aufstieg lösen.

Aber nun von Anfang an:
Freitag, 25.11.11 – 11.00 Uhr
Werner bringt mich und den Profi nach Schwaig. Dort treffen wir uns mit
Julia und ihrem Sheltie Matrix (unser tolles Reserveteam für den Crufts
OB-World Cup) und Moni mit Kimberly. Auf geht’s nach Holland.
13.00 Uhr
Kurzer Zwischenstopp bei Domi und Oli. Leider konnten uns Domi und
Spice dieses Mal nicht begleiten – Spicy darf demnächst Brianna zur Oma
machen und so hatten die beiden andere Pläne. Für Profi und Seven gab
es schöne Geschenke – neue, wunderschöne Halsbänder (Gott sei Dank
hatte ich eine passende Leine mit). Und der Profi  bekommt etwas von
Domi’s genialer Hundesuppe mit (meine Hunde lieben sie, allerdings ist
das Rezept geheim 😉 ). Uns tat es trotzdem sehr leid, die beiden mit
enttäuschten Gesichtern zurück zu lassen.
22.00 Uhr
Nach einer ca. 30-minütigen Sightseeingtour über die nächtlichen
Autobahnen Hollands treffen wir am Hotel in Breda ein. Und welche
Freude, die Erste, die uns von unserem Team über den Weg läuft ist
Anneke. Wir beziehen unsere Zimmer (das der Profi und ich dieses Mal
für uns alleine haben), gehen eine letzte Gassi-Runde und fallen wirklich
todmüde ins Bett.

Samstag, 26.11.11 – 6.00 Uhr
Irgendwie kommt es mir vor, als hätte ich nicht geschlafen. Auf der
Gassirunde treffen wir auch schon gleich Gaby und ihren Sheltie Fabio.
Die beiden sind ebenfalls im World Cup Team.
7.40 Uhr
Weil mein Navi nur eine grobe Vorstellung von Holland hat und sich
deshalb weigert, uns kleinere Straßen in Holland zu nennen, darf Kirk
vorausfahren, so kommen wir ohne Probleme nach s‘ Gravenpolder und
dort in die hiesige Sporthalle.
8.30 Uhr
Es fühlt sich an, als wäre man zu Hause. Die vertrauten Menschen nach
langer Zeit wieder zu treffen – ein schönes Gefühl. Das gesamte deutsche
World Cup Team ist vor Ort – Eva Hampe mit Piper, Tine Pestka mit Argo
Gaby Recker mit Fabio und Julia Berndt mit Matrix. Mittlerweile hat sich
ein kleines, engagiertes Team um das englische Obedience in Deutschland
gebildet. Handler, die eine neue Ära repräsentieren, mit Hunden deren
Arbeitsfreude und Exaktheit sichtbar nach außen getragen wird. Hier
steht nicht der Hundeführer im Vordergrund, sondern sein Hund.
9.00 Uhr
Unsere Newbies werden mit den organisatorischen Dingen vertraut
gemacht . . .
9.30 Uhr
Nach einer kurzen Begrüßung und Vorstellung der Richter beginnt der
Wettkampf. Als Richter konnten Ria und Brian McGovern gewonnen
werden. Brian ist sozusagen ein Urgestein und hat mitgeholfen, die DOS
aus der Wiege zu heben.
Ich habe keine Zeit, mich über meine eigenen Starts aufzuregen, so sehr
fiebere ich mit den anderen Teams mit. Alle präsentieren sich von ihrer
besten Seite. Etwas erschrocken bin ich dann schon, als eine Handlerin
aus Holland an mich herantritt und mir mitteilt, dass ich nächster Starter
in A wäre – sie würde ihren Start verschieben . . . Ich also raus zum Auto,
den Profi geholt, Spieli und Leine dran. Da ich für A eine Trainingsrunde
geplant hatte, war es nicht so schlimm. Aber ein „fliegender Start“ ist
nicht gerade das, was ich mir gewünscht habe. Der Profi war begeistert
und hat seine Sache gut gemacht.

Unsere Trainingsrunde – nicht perfekt, aber wir hatten viel Spaß!
(Danke an Anneke für’s Filmen)

14.oo Uhr
Novice sollte am Nachmittag gerichtet werden, da wir als zweite Starter
an der Reihe waren und ich mir die Runde ansehen wollten, hatte ich den
Profi rechtzeitig in die Sporthalle geholt (übrigens beschwert sich dort
niemand, wenn der Boden mal etwas glatter ist). Und schon waren wir
an der Reihe. Richterin für Novice war Ria McGovern, Steward Melissa
Vercauter (herzlichen Dank an beide). Aus meiner Sicht hatte sich die
Runde recht gut angefühlt, allerdings hatte ich nicht auf das Scoresheet
geschaut und somit keine Ahnung, wieviele Punkte wir abgezogen
bekommen hatten. 
Und dann kam Trudy . . . 
Warum einen die Aussage „you’re leading“ in Angst und Schrecken
versetzen kann, liegt wohl daran, dass der Betroffene – in dem Falle ich –
eine Horrorübung hat. Dieser Horror hat einen Namen – S T A Y S.
Der Profi hat meist kein Problem mit Bleibübungen und so blieb er – auch
Dank Trudy’s, Anneke und Laskas Vorbereitung – artig an seinem Platz,
während ich vor lauter Panik die Augen die ganze Zeit fest geschlossen
hielt und mich daran erinnerte gleichmäßig zu atmen. Wer sagt da noch,
dass Obedience nicht spannend wäre.

Der Profi nahm seine Glückwünsche und Streicheleinheiten in hundlicher
Begeisterung entgegen – nicht überrascht über so viel Zuwendung,
während ich damit kämpfte, nicht in Tränen auszubrechen. Ich könnte
schreiben, wie unglaublich stolz ich auf meinen Profi bin, aber das wäre
maßlos untertrieben.

Es war einfach ein perfekter Tag.

Die weiteren Ergebnisse und einen Bericht über den Trainingstag gibt es
auf der Seite der IGEO.

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