Seminar-Marathon

So lange haben wir uns darauf gefreut und nun ist es leider schon
wieder vorbei, das Seminar mit Angela Kroon und Trudy Groenenboom.

So, aber nun mal der Reihe nach. Ivonne, Trudy, Angela, Peter und auch
Eva waren allesamt bereits am Mittwoch angereist, so daß wir uns abends
zu einem ersten gemütlichen Beisammensein beim Alten Wirt in
Hallbergmoos trafen.
Für Donnerstag und Freitag war ein privates Zwei-Tage-Seminar „im kleinen
Kreis“ eingeplant. Leider machte uns das Wetter am Donnerstag einen
Strich durch die Rechnung, so daß wir nicht, wie geplant, auf dem Trainings-
gelände der Rettungshunde-Staffel Isar trainieren konnten, sondern auf ein
überdachtes Industriegelände in Schwaig ausweichen mußten. Für die Hunde
ist es eh immer eine gute Sache, auf unterschiedlichen Untergründen zu laufen.
Ich hatte mich dafür entschieden, mit dem Profi und Seven meine Trainings-
runden zu absolvieren und natürlich hatte ich mich dafür entschieden, an
der Fußarbeit zu feilen, da gibt es noch einiges zu tun. Bei Seven ist es mehr
seine leichte Ablenkbarkeit durch andere Hunde, die uns manchmal das
Leben schwer macht. Da wir die Zeit zwischen dem Seminar an Ostern nicht
ungenutzt gelassen hatten, zeigte sich Seven schon ziemlich cool ob der
Ablenkungsversuche von Angela. Und auch seine Fußarbeit sieht zuweilen
bereits wunderschön aus – an den sauberen Wendungen müssen wir noch
arbeiten, aber Motivation und Attitude stimmen bei Seven in jedem Fall.
Mir ist sowieso der Hund lieber, der sich in der Fußarbeit stylish, motiviert
und präsent zeigt und dabei eine tolle Ausstrahlung hat. Eine nahezu „perfekte
Performance“ ohne Ausstrahlung finde ich langweilig und für Obedience nicht
angemessen.


Und wie eine Fußarbeit aussieht, mit der ich zufrieden bin, kann
man hier auf diesem Foto sehen. Seven gibt sich alle Mühe, obwohl
der Ball zur Ablenkung am Boden liegt.
Foto: Peter van de Velde

Donnerstag und Freitag standen also ganz im Zeichen davon, einfach mit
netten und fanatischen Obedienceleuten zwei inspirierte  und ausgefüllte
Tage zu verbringen.
Der Freitag brachte uns endlich die ersehnte Wetterbesserung – leider damit
verbunden, schwülwarmes und subtropisches Sommerwetter – der Wettergott
hat es mit uns nicht leicht 😉


Der Profi bei der Fußarbeit: Wir arbeiten nun daran, dass er noch
etwas mehr Gewicht auf seine Hinterhand bringt.
Foto: Peter van de Velde

 Trudy und Angela hatten sich für diesen Tag, für den ersten Teil des Trainings,
ein einfach geniales, vielseitiges und strukturiertes Gruppentraining mit jeweils
4 Hundeführern und ihren Hunden ausgedacht. Da Domi und auch ich sehr oft
alleine trainieren müssen, erhielten wir viele Anregungen für das Training unserer
Hunde. Im Einzeltraining arbeiteten wir mit Seven am Apport (er rollte „früher“
sein Apportel mit den Füßen weg) und der Profi wurde auf seine Karriere als erst-
klassiger Sendeaway-Specialist vorbereitet. Nachmittags durfte die Daily-Maus
ran – Bleibübungen standen auf dem Programm. Wir werden hier nun einen etwas
anderen Weg einschlagen, bis es zuverlässig klappt wird es wohl noch ein Weile
dauern.


Der Profi beim Target-Training für das Sendaway. Hauptsächlich
arbeiteten wir daran, dass er mehr Eigeninitiative entwickelt und
ich meine Ungeduld besser zügle. Der Profi hat seine eigene Lern-
geschwindigkeit, die ihm schließlich auch den Namen „Professor“
eingebracht hat. Foto: Peter van de Velde

Samstag, 5.  Juni:
Fußarbeit: Motivation – Konzentration – Stil – der Weg zu
einer schönen, korrekten und freudigen Performance

Sonntag, 6. Juni:
Obedience-Puppy-Day: Vorbereitung des Welpen für Obedience
(Motivation, Konzentration, Fußarbeit, Apportieren und vieles mehr)

Was kann ich sagen, wir waren überwältigt vom Interesse und haben
von vielen Seiten nur positive Resonanz erfahren. Diese beiden Tage waren
hochinteressant, informativ und auch wir „alten Hasen“ haben wieder so
vieles gelernt. Ein herzliches Dankeschön geht an die Hundefreunde
Dachau, die uns an beiden Tagen so vorzüglich verköstigt haben und
dafür, dass sie uns das Gelände zur Verfügung stellten.

Es waren vier anstrengende Tage, die ich jedoch sehr genossen habe. Es gibt
doch kaum etwas Schöneres, als im Kreise von Freunden und Gleichgesinnten zu
trainieren. Besonders habe ich mich darüber gefreut, dass sowohl Andrea, als auch
Eva die weite Anreise nicht gescheut hatten und wir unser erstes Wiedersehen
nach der Crufts feiern konnten. Domi und Spicy beim Training zu beobachten,
beider feine Abstimmung und das besondere Band, das die beiden verbindet,
so stelle ich mir Obedience vor. Die leuchtenden Augen, wenn der ein oder andere
sein ganz persönliches Aha-Erlebnis hatte, machen die Mühen allemal wert.
Und für mich ist und bleibt englisches Obedience die schönste Nebensache der Welt!

Und ganz nebenbei haben Domi und ich uns von Trudy, Angela und Ivonne
ein bißchen breitschlagen lassen. Wir beide werden zusammen, wenn es unsere
Zeit, unsere Partner und unsere Hunde es zulassen (die Familie kommt immer
zuerst),  vereinzelt Trainingstage geben.

Für nächstes Jahr ist auf jedem Fall eine Wiederholung geplant und wir
wollen in jedem Fall versuchen, eine kleine Prüfung nach englischem Reglement
zu organisieren.
Ein großes Dankeschön an alle, die uns bei der Durchführung dieser
Seminare unterstützt haben!

Zum Schluß bleibt mir nur zu sagen:
Enjoy YOUR obedience –
it’s a sport . . . it’s no matter of life or death.

P.S. Vielen, vielen Dank an Peter van de Velde für die DVD mit so vielen
Fotos. Ich werde versuchen, ein Webalbum anzulegen, dann kann jeder
die Bilder bewundern. Ein herzliches Dankeschön an Marlise Neff für die
netten Bilder vom Profi am Sonntag.

Werbeanzeigen

  1. Hallo Susi,
    Danke nochmal für die genialen Seminartage!!!! Ich wußte ja, dass es nur gut werden konnte, aber es war nicht nur gut sondern super- spitze************!
    Ich kann nur mal wieder bedauern, dass wir so weit auseinander wohnen, aber zu bestimmten Gelegenheiten lässt sich die Strecke dann doch überbrücken!
    Peters Photos sind mal wieder wunderschön, ich bin schon gespannt auf den Rest!

    Eva samt felligem Anhang

    • Hi Eva,
      ich find’s auch sehr schade, dass Hannover
      so weit weg ist!!! Übrigens gibt es von Dir
      ein paar sehr gelungene Fotos auf denen
      man eindrucksvoll sehen, dass Obedience
      wirklich vollen Körpereinsatz fordert 😉

      • *grins* die sind bestimmt vom ‚wer- bekommt- zuerst- das- Spielzeug- Spiel‘ Die Hose hat jetzt ein Loch und die Flecken gingen erst nach dem zweiten Waschen ‚raus… Ich bin schon sehr gespannt!

  2. Hallo,

    ich habe euer Obedience WC Trainingstagebuch verfolgt und die Daumen für Crufts gedrückt … ich bin auch absoluter Fan des englischen Obedience, obwohl ich(bis jetzt) kein Obi trainiere.
    Wie läuft das, falls ihr Trainingstage anbietet oder das Seminar nächstes Jahr wieder stattfindet, gibt es da eine Interessentenliste? Falls ja, wäre ich gerne dranuf 🙂
    Viele Grüße
    Carme

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s