Good vibrations

Wir sind wieder da!
Um Erfahrungen reicher, mächtig stolz und überglücklich.  

 

Nannerl an ihrer Bench, die bereits mit der Hälfte der Glückwunsch-
karten versehen ist.

 Und hier ist er nun, mein Cruftsbericht.

 Leider hat es mit dem Update nun etwas gedauert. Der erste Grund dafür
ist, dass mich eine wirklich ziemlich fiese Erkältung lahm gelegt hat, ich
konnte gerade mal so in die Arbeit gehen, aber zu mehr hat es nicht mehr
gereicht. Die komplette Schiene mit Husten, Schnupfen, Halsweh und
fast heiser war ich auch noch. Der zweite Grund war ein egoistischer.
Ich wollte das Erlebte noch eine Weile für mich alleine behalten.  

 Die Crufts

Die Crufts ist nicht nur  für mich das kynologische Highlight des Jahres.
Jedes Jahr zieht sie tausende Hundefreunde in ihren Bann und wer einmal
da war, möchte am liebsten jedes Jahr auf das Neue nach Birmingham.
Diese Ausstellung toppt einfach alles, was man in unseren Breitengraden
zu sehen bekommt. Die schönsten Rassehunde kämpfen um ihre Titel,
spannende Wettkämpfe und außergewöhnliche Vorführungen begeistern
das Publikum. Und in fünf riesigen Messehallen werden an unzähligen
Ständen Dinge angeboten, deren bloßer Anblick unser Herz deutlich höher
schlagen und unseren Geldbeutel proportional dazu deutlich schmäler
werden lässt.
Doch das eigentliche Highlight für mich sind die Obedience-Championships.
Alleine diese Hundeführer und ihre fantastischen Hunde zu beobachten,
bringt mich dazu, alles andere rings herum zu vergessen und gebannt das
Geschehen im Ring zu verfolgen. Ich liebe englisches Obedience. Im
Unterschied zu FCI-Obedience fühlt es sich viel besser an. Es ist die
Geschmeidigkeit und das Streben nach absoluter Perfektion und Harmonie.
Seit Jahren bin ich regelmäßiger Besucher der Crufts, doch in diesem Jahr
war alles anders. In diesem Jahr war ich nicht nur ein Besucher, sondern
ein – wenn auch winziger – Teil dieser Veranstaltung.  

 Der Crufts Obedience World Cup

 Der Traum, auf diesem großartigen Wettkampf zu starten, spukte schon
länger in meinem Kopf herum. In Tanja, Domi, Andrea und Eva fand ich
vier Gleichgesinnte, die auch noch verrückt genug waren, dieses Unternehmen
in die Tat umzusetzen. Doch ohne die Hilfe und Unterstützung unserer
holländischen Freunde hätten wir es nie geschafft. Angela, Trudy, Ivonne und
Peter, wir haben es euch zu verdanken, dass wir unsere ersten Schritte auf
dem legendären grünen Teppich machen durften. Alles Lob, das wir von
vielen Seiten über unsere Hunde und uns gehört haben, gebührt auch euch
und es zeigt einfach, welch gute Trainer ihr seid. Die herzliche und offene
Aufnahme durch das holländische und belgische Team machte vieles für
uns einfacher und ihre Begeisterung war einfach ansteckend und ließ uns
zeitweise unsere eigene Nervosität vergessen.  

Rückblickend liegt ein halbes Jahr Vorbereitung hinter uns, der Verzicht auf
FCI Obedience ist uns nicht schwer gefallen. Wir wurden Meister im improvisieren
und im finden neuer Trainingsorte. Trainingseinheiten bei eisiger Kälte auf
schlecht beleuchteten Parkplätzen gehörten zu unserem Alltag. Wir haben ein
kleines Vermögen in die Anmietung einer Tennishalle investiert, von den vielen 
gefahrenen Kilometern ganz abgesehen. Der Wettkampf war mit einem hohen
Zeitaufwand und mit vielen Kosten für uns alle verbunden, die jeder einzelne
Starter selbst getragen hat. Wir bereuen nicht eine einzige Sekunde. Auch wenn
mir die Knie vor Aufregung zitterten, ich habe jeden Augenblick auf dem
grünen Teppich genossen.  

 Das Team

Für unseren ersten Auftritt hätte ich mir keine besseren Partnerinnen
wünschen können – ich würde jederzeit wieder mit euch „durchs Feuer
gehen“. Eva Hampe mit Dumf and Galwy Charismatic „Piper“, routiniert
und stylish ihre Performance, ich wünschte, ich hätte diese guten Nerven.
Domi Ficek mit Begraceful Indiana of Goblins Fountain (die wunderbare
kleine Indy), deren Begeisterung und unglaubliche Arbeitsfreude ein
Lächeln auf alle Gesichter zauberte. Andrea und Anton Stölzle mit Slieve 
Djin. Andrea war mehr, als „nur“ der Reservestarter. Sie und ihr Ehemann
Anton waren die guten Geister unseres Teams – vielen Dank ihr beiden.
Tanja, unser Teammanager, regelte bereits im Vorfeld alle Formalitäten und
sorgte für unser rechtzeitiges Erscheinen im Ring. Domi’s Oli, der es nicht
nur auf sich genommen hatte, drei Obedienceverrückte einmal quer durch
halb Europa zu kutschieren, sondern auch noch unsere Läufe gefilmt hat.
Angela Kroon, die einen letzten Blick auf uns und unsere Hunde geworfen,
uns den letzten Schliff verpasst und uns mit vielen unschätzbar wertvollen
Tipps versorgt hat.  

Brianna – mein Nannerl

 Es macht einfach nur Spaß, mit einem vierbeinigen Partner an den Start
zu gehen, der in jeder Hinsicht alle Wünsche erfüllt. Unbeeindruckt ob
der äußeren Umstände und motiviert wie immer, fühlte sie sich im
großen Ring sichtlich wohl (fast ein bisschen zu wohl, denn sie hatte
beim langsamen Schritt, noch Zeit, sich kurz das Publikum anzusehen).
Es hat sich so gut angefühlt, in diesem wunderbaren Umfeld starten zu
können und Brianna hat mehr als nur ihr Bestes gegeben.
Wer sich unsere Läufe ansehen möchte, Crufts TV bietet dazu die
Möglichkeit. Wer wissen will, wie der Wettkampf im Einzelnen abgelaufen
ist, Domi hat alles ausführlich auf ihrem Blog beschrieben.  

Mir bleibt an dieser Stelle nur noch, den Siegern zu gratulieren und zu
sagen, dass ich diese drei mega anstrengenden, wunderbaren, einzigartigen
und unvergleichlichen Tage sehr genossen habe.  Die kompletten
Ergebnisse und Sieger gibt es auf ObedienceUK.   

 

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  1. Hallo Susi,

    wirklich toll geschrieben. Ich hätte euch soo gerne live auf dem grünen Teppich gesehen. Ich habe den ganzen Sonntag für euer Debut die Daumen gedrückt 🙂

    LG Sandra

  2. Hi Susi glad you enjoyed your first Crufts, I hope many will follow
    Ivonne took wonderfull pictures so sendher a email to get those
    see you in two weeks
    Trudy

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