Zweimal SG

gab es für uns auf der Prüfung des VdH Westhausen (swhv).
Für uns war es der erste Start in einer Reithalle. Wir fanden
optimale Bedingungen für eine Prüfung vor, der Boden top,
die Stewards souverän und bestens vorbereitet, der Richter
(Andrea Stölzle) kritisch aber durchwegs fair.
Abgesehen vom Dauerregen (der uns nur beim Spaziergang mit
den Hunden etwas anhaben konnte) war es eine klasse Prüfung.

Für mich war die Prüfung selbst mit einigen kleinen Hindernissen
behaftet und ich kann wirklich sagen, dass mir das noch nie passiert
ist, aber es gibt halt immer ein erstes Mal. Da in der Reithalle 
für Sitzgelegenheiten gesorgt war und man sich zum Zuschauen an
die Bande lehnte, habe ich doch glatt vergessen, beim Start mit Luke
mein Handy aus der Tasche zu nehmen und weil sich das Ding zuweilen
nur durch massive Überredungskünste auf lautlos stellen lässt, kam es,
wie es kommen mußte, es klingelte gerade da, als wir uns zu den
Bleibübungen aufgestellt hatten. Ich glaube, die Panik stand mir deutlich
ins Gesicht geschrieben.  Ich weiß nicht, ob es meine Nervosität war, aber
leider hat Luke die Sitzübung dann abgebrochen.  Ansonsten hat er sehr
schön mitgearbeitet und er will mir immer alles recht machen – der Gute.
Ab der Mitte der Prüfung war er zwar ein bisschen enttäuscht, weil es noch
immer kein Leckerli gab, aber er hat durchgehalten. Bei der Distanzkontrolle
sorgte er dann bei mir noch für einen ungewollten Adrenalinschub. Ich wollte
ihn auf diese Übung mit dem Versprechen auf einen Sack Leckerlis vorbereiten,
was er zum Anlass nahm, auf die Pylonen des Achterquadrats zuzustürmen um
die mit der Nase oder der Pfote zu berühren. Er war nur schwer davon zu
überzeugen, die Pylonen wieder zu verlassen. Leider haben wir dadurch die
Distanzkontrolle auch noch versemmelt. Mit dem SG und 230 Punkten waren
wir dann aber schon zufrieden.

Keinen einzigen Nuller gab es dieses Mal für Brianna und mich (obwohl wir
ein- oder zweimal knapp davor waren).  Über mangelnde Spannung, Motivation
und Aufmerksamkeit kann ich mich bei ihr nie beklagen. Da wir in der Regel
alleine trainieren, fehlt es zuweilen an der Sauberkeit und Akuratesse der
Ausführung.  Und um ehrlich zu sein, finde ich manchmal keine Worte dafür,
wie viel Spaß es mir macht, mit diesem wunderbaren Hund zu arbeiten.
Sie ist weit davon entfernt ein blöder Gehorsamsautomat zu sein und sie läuft
auch nicht wie totes Fleisch neben einem her, nur weil manche Hundeführer
das von ihren Hunden verlangen. Wenn sie arbeitet, dann leuchten ihre Augen
vor Begeisterung, dann legt sie ihre ganze Leidenschaft und ihr Temperament
in die Aufgabe. Sie muss sich nicht ändern, ich muss noch viel härter daran
arbeiten, ein besserer Hundeführer zu werden.
Meine Belohnung in dieser Prüfung war, dass wir unsere größte Hürde, die
Distanzkontrolle gepackt haben (9 Punkte). Insgesamt hat es für ein sehr
schönes SG und 246 Punkte gereicht.

Der Tag wurde noch dadurch abgerundet, dass Domi und Indy in der OB 3
starteten. Indy – immer für Lacher  gut – hat ihre Aufgabe bestens gemeistert.
Ich glaube, die Zuschauer haben die gleiche Freude, den beiden bei der
Arbeit zuzusehen, wie Domi, wenn sie mit diesem Clown arbeitet.

Domi hatte mir außerdem ein besonderes Geschenk mitgebracht:
eine DVD mit allen Tricks, die Spicy mittlerweile so beherrscht – ehrlich genial!!!

Der Profi durfte übrigens auch mit zur Prüfung und wir haben die Gelegenheit
genutzt, vor der Siegerehrung etwas in der Halle zu trainieren und er durfte
stellvertretend für Luke und Brianna die Leckerlis (die zu Hause gerecht geteilt
wurden) und Urkunden entgegen nehmen.

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